Donnerstag, 27. November 2008

Nach 3,5 Wochen ohne freien Tag...

...hatte der Mirko schliesslich am 07.11.2008 einen faulen Tag. Da dies aber der Geburtstag meiner Asiatischen Begleiterin (welche uebrigens am 08.11. weitergereist ist) war, ist aus dem faulen Tag nichts geworden...wie schade.

Naja, wir haben jedenfalls nach einer naechtlichen Cairnsfahrt, 3 stuendigem Aufenthalt dort und einer morgentlichen Rueckfahrt, ohne Schlaf an einer Tour in Cape Tribulation teilgenommen. Diese nannte sich "Jungle Surfing"...was man darunter wohl versteht!?
Voll uebermuedet sind wir jedenfalls in Cape Tribulation angekommen und haben ersteinmal ca. eine Stunde lang eine Moeglichkeit zu Fruehstuecken gesucht, was uns zum Glueck dann auch gelungen ist. Die Tour, welche um 9.30 losging, hat uns gluecklicherweise aufgrund ihrer ein wenig aufregenden Vollfuehrung komplet aufgeweckt...und ich kann nur sagen...fuer 85$ war das schon eine echt geile Tour. Ich habe aufgrund einer fehlenden Fotokamera (hab noch keine neue bis jetzt) natuerlich einen Haufen Videos gemacht, wurde aber zum Glueck auch von meinen Begleitern Fotografiert. Somit gibt es diesmal Fotos und ein Video.
Jungle Surfing...wers noch nicht erraten hat was es ist, dem erklaer ichs einfach mal.
Ganz simpel dargestellt: Man rutscht an einem Seil von Baum zu Baum...und das manchmal sehr schnell. Sehr amuesant fuer alle waren vor allem die Namen auf unseren Helmen. Wie ihr auf den Bildern erkennen koennt hatte ich die Ehre Jane zu sein...leidergottes gab es an diesem Tag keinen Tarzan :(
Ansonsten war von Shrek, Paris Hilten, Little Miss Sunshine, Spiderman, Prinzessin Leia und Luke Skywalker und vielen vielen mehr so ziehmlich alles vertreten.

Wie das ganze im Endeffekt aussieht schaut ihr am euch am besten selbst an.
Es hat einen heiden Spass gemacht und waere ich nicht ein armer Backpacker wuerde ich es auch sofort wieder machen.

Nunja, hier sind die Bilder und das Video:





Das ist zwar schon eine Weile her, aber es ist auch das einzige Event, abgesehen von Barabenden (welche ich hier aber nicht naeher beschreibe), welches ich bis jetzt hier erlebt habe. Auch wenn ich eigentlich 3 Jobs habe, muss ich mir leider eingestehen, dass aufgrund der Nebensaison mein woechentlicher Verdienst stark in den Keller gegangen ist. Mein Restaurant braucht mich momentan gar nicht und mein Hotel hat mir mitlerweile auch einen freien Tag mehr gegeben.
Wie auch immer, ich hoffe nur, dass es in ein paar Wochen wieder besser wird und geniesse bis dahin meine freie Zeit, die ich dadurch mehr habe.

Viele liebe Gruesse aus dem viel zu heissen Port Douglas...wir haben meistens um die 30-35 Grad, aber es kommt einen wie ca. 40 Grad vor, da es hier extrem humid ist. Wenn ich auf Arbeit gehe, brauch ich genau 5 Minuten um komplett durchgeschwitzt zu sein.

Samstag, 15. November 2008

Freunde, die Mangos sind da!

So meine liebe Bloggemeinde, ich habe endlich meinen Job bei den Mangos. Allerdings, und hier ein Novum, ich pflücke nicht! Meine Wenigkeit hat es in den Shed (Verpackungshalle) verschlagen. Und im Mangoshed gilt die Regel: Frauen packen (packers), Männer stalpen (stackers). Packen ist an sich schon schwieriger als Stapeln, da man viel mehr falsch machen kann. Die Mangos müssen richtig in der Verpackung liegen, keine großen Makel haben usw. Der Job der männlichen Mitarbeiter ist da wesentlich leichter: Erstmal muss auf jede gepackte Mango ein Aufkleber (bekannt von Äpfeln) mit dem Firmenlogo. Das geht leicht mit einer Aufkleberpistole. Man fährt einfach über die Mangos und zack, schon habe die einen Aufkleber mit dem Schriftzug „Jade“ (Meine neue Farm). Nach dem Aufkleben müssen die wirklich leichten Kartons auf Paletten gestapelt werden. Das war es dann auch schon. Zwischendurch muss man ein Auge dafür haben, dass die Mädels auch immer genügend leere Boxen zum packen haben. Und nun das tolle an der Sache: Ich bin kein Stacker. Und ich packe auch nicht. Ich habe mal wieder einen gesonderten Job. Nachdem ich fast zwei Monate auf der Auberginenfarm den Job des Fahrers habe, habe ich nun einen noch einfacheren Job. Es fing damit an, dass der Shedleiter meinte, er bräuchte einen, der was anderes als die anderen machen würde… nein, er bräuchte zwei. Ein kurzer Blickkontakt mit Yannik (ist auf einem der Feuervideos zu sehen) und wir gingen auf den Shedleiter zu. Wir kamen in einen Nebenraum, in dem das Fließband, welches die Mangos durch den Shed bringt beginnt. Kurz und schmerzlos: Mein Job ist das Verladen der Mangos vom Bin (großer Eimer, der eine Tonne fasst) auf das Fließband. Nicht mit der Hand, sonder mit einer Maschine. Ich fahre mit einem Hubwagen den Bin in die Maschine, betätige einen Hebel und der Bin wird umgekippt, die Mangos fallen aufs Fließband. Dann muss ich nur noch aufpassen, dass die Mangos nicht übereinander auf dem Fließband liegen… quasi Mangoschupsen. Ist der Bin leer bringe ich ihn raus und nehme einen neuen, vollen Bin. Yannik’s Job ist sogar noch leichter. Nachdem die Mangos in einem 52 °C warmen Bad waren, muss er ihnen mit einem Stock helfen wieder aufs Fließband zu kommen. Das war es. Der Job ist aber langweilig, weswegen wir uns aller drei Bins abwechseln. So sieht meine neue Arbeit aus. Stressfrei, den ich kann eigentlich nichts falsch machen und bin ja an die Geschwindigkeit der Maschine und des Fließbandes gebunden. Hoffen wir nur noch, dass der Job lange so gemütlich bleibt und die Saison der Mangos lange geht.
Ja, das war es soweit. Mir geht’s gut und der Job ist toll.
Ich hoffe euch geht’s ähnlich.
Beste Grüße und Danke für eure Aufmerksamkeit.
Der Mangoschupser!

Montag, 10. November 2008

Leichtsinn

Ladies and Gentleman die meine Eintraege lesen. Gestern gab es eine Fortsetzung des Wasserfallabenteuers. Wir sind wieder in den Naturpark mit den natuerlichen Wasserrutschen gefahren. Wieder 40 Kilometer und eine Stunde spaeter haben wir das erste Ziel erreicht: die Sprungstelle. Ich bin uebrigens dieses Mal nicht mit meinen vier bis fuenf Jahre alten Schlappen auf diese Offroadtour gegangen, sondern mit meinen Wanderschuhen, die ich auch zum Arbeiten trage. Andere, die gestern zum ersten Mal dabei waren, sind hingegen mit ihren tollen Flip-Flops an ihre Grenzen gestossen. Wie dem auch sei, wir alle haben heil die Sprungstelle erreicht. Von mir wurde der Salto gefordert, den ich auch brav vorfuehrte. Allerdings bliebe ich damit nicht der einzige. Mir als Saltopionier folgten noch Elli und Stefan, von denen ich unter Umstaenden schon einmal geschrieben habe... wenn nicht, das sind zwei Deutsche, die kein Paar sind, und hier in Ayr schon an die fuenf Monate leben. Da bin ich mit meinen drei Monaten noch ein Neuer. Wobei, jetzt, wo die Mangos bald anfangen, spielt mir meine Konstanz des Aufenthaltsortes in die Karten: ich darf mich entscheiden auf welcher der beiden grossen Mangofarmen ich arbeiten will. Donna meinte, das sei nur fair, da ich schon so lange da bin. Mit dem Kommen der Mangos geht allerdigns mein schoener Auberginenjob. Fast sieben Wochen habe ich das nun schon gemacht und irgendwie nicht so ganz das an Geld verdient, was mir vorschwebte... aber mit den Mangos wird alles besser. Wobei... es wird gemunkelt, dass die Baeume 50 % weniger Fruechte tragen als letztes Jahr. Egal, ich werde ab Donnerstag meinen ersten Verpackungsjob antreten. Dann faengt fuer mich die lang erwartete Mangosaison an. Gut, mir faellt gerade auf, dass ich wunderbar vom Thema abgeschweift bin. Also, wir waren beim Springen. Da verlief alles soweit ganz gut. Danach ging es weiter zu den natuerlichen Wasserrutschen, wo das passiert ist, weswegen ich euch ueberhaupt schreibe. Ihr kennt ja die Rutsche. Eigentlich rutscht man normal runter und beachtet nicht mal die Felsen an den Seiten. Eigentlich... jetzt kommt naemlich auch der Bezug zum Thema des Beitrages: Ich hatte eine lustige Idee! “Ich bin dafuer, dass alle im rutschfaehigen Alter sich hintereinander setzen und einen Riesenbob bilden mit dem wir dann gemeinsam hinunter rutschen”. Das stiess nicht so auf die Beigeisterung wie ich sie mir vorgestellt hatte. Also kam noch ein “Was soll den schon grossartig passieren?!” hinterher. Es wurde begonnen sich aufzustellen und ich, clever wie ich nunmal bin, meinte,”die Leichtesten nach hinten!”. So, ich war mit Yannik der Leichteste und habe es geschafft ihn vor mich zu stellen. Also war ich am Ziel meiner Traeume, naemlich als Schlusslicht des Bobs. Sollte ja eigentlich die sicherste Position sein. Als dann der Bob aber laaaaaangsam ins Rutschen kam, merkte ich schon, dass die Tatsache Letzter zu sein, nicht sonderlich gut zu seien scheint. Wir drifteten allesamt nach links ab. Waehrend die ersten den Fels noch passierten, schlug quasi das Heck des Bobs aus und derjenige, der ganz hinten sass, war der einzige der den Felsen so richtig zu spueren bekam. Am Felsen abgeprallt ging es dann nochmal quer ueber die Rutschbahn und dann ins Wasser. Autsch. Richtig autsch. Der Ruecken schoen aufgeschuerft, sodass es jedes Mal hoellisch wehtut, wenn man sich ins Auto setzt auf Arbeit. Egal, ich hatte den Mist angezettelt und es hat mich dann auch erwischt.
Falls meine Erlaeuterungen nicht bildhaft genug waren, gibt es auch nochmal das ganze als Video. Viel Spass.




Besten Dank fuers Lesen und bis bald.
Euer Toni

Sonntag, 2. November 2008

Viel Text ohne Bilder...

Das aendert sich nun...denn heute habe ich trotz eines 10 Stunden Arbeitstages die Zeit gefunden ein paar Bilder hochzuladen. Fuer die lange Zeit sind es dennoch recht wenige, was aber daran liegt, dass ich kaum welche gemacht habe (dabei waere zu vermerken, dass mein Fotoapparat nur manchmal funktioniert bzw. jetzt warscheinlicgh komplett kaputt ist), bzw. ich mich nicht wirklich entscheiden kann welche ich nehmen soll.
Nunja:
HIER sind sie jedenfalls. Viel Spass beim anschauen. Leider ist die Reihenfolge trotz vorher angefertigter Ordnung durcheinander. Den Videoupload werd ich mal versuchen demnaechst wieder in Gang zu bekommen.

Ansonsten sieht es bei mir demnaechst so aus, dass meine asiatische Begleiterin weiterreist (sie hat es wirklich sehr eilig mit reisen, aber die hektik scheint eine art Hong Kong Mentalitaet zu sein), waehrend ich wie schon erwaehnt hoechstwarscheinlich bis Dezember hier bleiben werde (seidenn die Mangosaison ist extrem ertraeglich oder ich verliere einen Job).
Ich werde meinem extrem anstrengenden Portier Job(ich war so frei gestern waehrend der Arbeit mich in meinen Raum zu setzen und halt mal fuer 20 Minuten einzuschlafen...als ich dann mit einem Schock aufgewacht bin und daraufhin die Tuer geoeffnet habe stand mein Boss davor....noch mal Glueck gehabt Mirko) weiterhin nachgehen und Abends im Restaurant arbeiten. Ansonsten fuelle ich freie Tage mit Reinigungsarbeiten im Hostel fuer freie Unterkunft.

Naja, das wars erstmal wieder von mir. Ich hoffe die Situation bleibt eine Weile so guenstig fuer mich und ab Dezember werde ich mich warscheinlich (um euch das schonmal zu verraten) wieder mit dem 'seinen Job liebenden Toni' wiedertreffen. Wie das genau ausschaut wird sich wohl demnaechst herausstellen. Fotos wirds von mir wohl ersteinmal keine geben, da es hier genau 0 Elektrolaeden gibt und meiner ja warscheinlich nie wieder funktionieren wird.

Schoene Gruesse aus dem tropischen Port Douglas ohne Elektroshop.

Euer Mirko