So meine liebe Bloggemeinde, ich habe endlich meinen Job bei den Mangos. Allerdings, und hier ein Novum, ich pflücke nicht! Meine Wenigkeit hat es in den Shed (Verpackungshalle) verschlagen. Und im Mangoshed gilt die Regel: Frauen packen (packers), Männer stalpen (stackers). Packen ist an sich schon schwieriger als Stapeln, da man viel mehr falsch machen kann. Die Mangos müssen richtig in der Verpackung liegen, keine großen Makel haben usw. Der Job der männlichen Mitarbeiter ist da wesentlich leichter: Erstmal muss auf jede gepackte Mango ein Aufkleber (bekannt von Äpfeln) mit dem Firmenlogo. Das geht leicht mit einer Aufkleberpistole. Man fährt einfach über die Mangos und zack, schon habe die einen Aufkleber mit dem Schriftzug „Jade“ (Meine neue Farm). Nach dem Aufkleben müssen die wirklich leichten Kartons auf Paletten gestapelt werden. Das war es dann auch schon. Zwischendurch muss man ein Auge dafür haben, dass die Mädels auch immer genügend leere Boxen zum packen haben. Und nun das tolle an der Sache: Ich bin kein Stacker. Und ich packe auch nicht. Ich habe mal wieder einen gesonderten Job. Nachdem ich fast zwei Monate auf der Auberginenfarm den Job des Fahrers habe, habe ich nun einen noch einfacheren Job. Es fing damit an, dass der Shedleiter meinte, er bräuchte einen, der was anderes als die anderen machen würde… nein, er bräuchte zwei. Ein kurzer Blickkontakt mit Yannik (ist auf einem der Feuervideos zu sehen) und wir gingen auf den Shedleiter zu. Wir kamen in einen Nebenraum, in dem das Fließband, welches die Mangos durch den Shed bringt beginnt. Kurz und schmerzlos: Mein Job ist das Verladen der Mangos vom Bin (großer Eimer, der eine Tonne fasst) auf das Fließband. Nicht mit der Hand, sonder mit einer Maschine. Ich fahre mit einem Hubwagen den Bin in die Maschine, betätige einen Hebel und der Bin wird umgekippt, die Mangos fallen aufs Fließband. Dann muss ich nur noch aufpassen, dass die Mangos nicht übereinander auf dem Fließband liegen… quasi Mangoschupsen. Ist der Bin leer bringe ich ihn raus und nehme einen neuen, vollen Bin. Yannik’s Job ist sogar noch leichter. Nachdem die Mangos in einem 52 °C warmen Bad waren, muss er ihnen mit einem Stock helfen wieder aufs Fließband zu kommen. Das war es. Der Job ist aber langweilig, weswegen wir uns aller drei Bins abwechseln. So sieht meine neue Arbeit aus. Stressfrei, den ich kann eigentlich nichts falsch machen und bin ja an die Geschwindigkeit der Maschine und des Fließbandes gebunden. Hoffen wir nur noch, dass der Job lange so gemütlich bleibt und die Saison der Mangos lange geht.
Ja, das war es soweit. Mir geht’s gut und der Job ist toll.
Ich hoffe euch geht’s ähnlich.
Beste Grüße und Danke für eure Aufmerksamkeit.
Der Mangoschupser!
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3 Kommentare:
Lieber Toni,
schön, dass Du so 'nen tollen Job hast. Hatte schon übers Telefon davon gehört. Sieht ganz so aus, als ob Du gerade mal - schon ein paar Wochen - eine Glückssträhne hast. Na ja, ich gönn sie Dir natürlich.
Hoffentlich fließt bei dieser Arbeit auch mal richtig Geld. So lässt es sich leben - richtig Kohle verdienen und noch Spaß bei der Arbeit haben.
Also dann, behalt den Job eine Weile.
P.S. Was macht Dein Rücken?
Viele Grüße
Mutti
Hallo Toni,
das klingt ja wie ein bisschen Paradies - Geld verdienen und Spaß dabei - so lässt es sich aushalten. Oder haben die bei dem "Schonplatz" an Deinen geschundenen Rutschrücken gedacht? ;) Auf jeden Fall ist das eine tolle Art, die Kasse zu füllen und wir hoffen, dass Dir diese Möglichkeit lange erhalten bleibt. Und wenn es gar zu langweilig wird - Mangos schmecken wirklich gut (vielleicht mal was Anderes als Toast und Käse von Cools). Macht Ihr eigentlich mal ein kleines Heimattreffen? Wie bis zu uns durchgedrungen ist, gibt es inzwischen Neuankömmlinge aus Liegau in Ayr, allerdings kann sein, dass die in einem anderen Hostel wohnen.
Naja wir wünschen Dir auf jeden Fall weiterhin einen guten Job und viel Spaß.
K&K
Lieber Toni,
Mangoschubsen. Geld verdienen und Spaß dabei, das kann bestimmt nicht jeder von sich behaupten.
Da wünschen wir Dir doch, dass das noch eine Weile anhält und dabei der Rubel - ach nein austral. Dollar - rollt ohne Ende. Und wenn es zuviel des Geldes wird: ausgeben und wieder Spaß haben ;-)
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