Freitag, 9. Januar 2009

Montag ist es soweit

Am Montag werden Mirko, Kara (22, Schottland), Becky (26, England) und ich die Ostkueste in Angriff nehmen. Dafuer haben wir ueber Becky's Namen einen Holden Commodore Kombi gemietet. Es wird dann von hier aus nach Cairns gehen, um dort die noetigen Sachen zu kaufen (Schlafsaecke, Camping-Kocher, Zelt, und wat nicht alles...). Aber einen wirklichen Plan wo wir wann genau sein werden, haben wir nicht. Laesst sich auch alles schlecht planen, denn es kann ja sein, dass es einem irgendwo gut gefaellt und man laenger bleibt. Wie dem auch sei, wir versuchen euch bestens auf dem Laufenden zu halten.

Nun, ich bin schon ein paar Tage hier in Port Douglas und muss sagen: schoener Ort. Es regnet vielleicht etwas oft, aber der Ort an sich ist richtig schoen und gemuetlich. Ebenso das Hostel. Mit Mirko zusammen habe ich auch gleich mal fuer freie Unterkunft gearbeitet und schon gestern die noetigen Stunden fuer eine Woche Unterkunft zusammen bekommen. Das Geld welches dadurch gespart wurde, wurde aber auch gleich wieder in was anderes gesteckt: wie angekuendigt waren wir das Great Barrier Reef naeher begutachen. Auf einem Schiff ging es anderthalb Stunden vom Festland weg, raus auf den Pazifik, direkt zu dem Korallenriff, welches man sogar vom Weltraum aus sehen kann... angeblich. Auf dem Schiff wurden wir gefragt ob wir schnorcheln oder tauchen wollen. TAUCHEN! Eine Einfuehrungseinheit spaeter war es dann soweit. Theoretisch geschult und mit einer Sauerstoffflasche auf dem Ruecken, einer Tauchermaske im Gesicht, einem Regulator im Mund und Gewichten um die Taille war ich der erste der ins Wasser platschte. Kopf unter Wasser und atmen. Das begriff mein Koerper ja mal gar nicht. Geistig war ich voll da und wusste, dass ich nichts zu befuerchten hatte, aber mein Koerper wehrte sich mit allem was er hatte. Hyperventilierend hing ich im Wasser und bat die gute Frau, die unser Instruktor war, um ein wenig Geduld. In der Zwischenzeit begab sich Mirko ins Wasser und schien nicht den Hauch von Problemen zu haben. Die Uebungen die man absolvieren muss um den Tauchgang mitzumachen (Mundstueck (Regulator) raus und wieder rein, Regulator fallen lassen und wieder finden, Tauchermaske mit Wasserfuellen und unterwassen wieder entleeren) gingen ratz fatz, was fuer mich hiess, dass ich jetzt dran sein wuerde. Mit einer gehoerigen Portion Unsicherheit schaffte aber auch ich diese Uebungen und nach insgesamt vier, fuenf Minuten unter Wasser war auch ich endlich soweit die sagenhafte Unterwasserwelt zu geniessen. Fische wo man auch hinschaut, Korallen ueberall. Traumhaft. Alles so schoen bunt und malerisch. Insgesamt haben wir drei Tauchgaenge gemacht und waren bis zu 12 m unter Wasser. Beim dritten Tauchgang haben sogar alle einen Hai gesehen... bis auf mich. Ich hab sonst wohin geschaut. Aber da ich davon ausgehe, dass dies nicht unser letztes Tauchabenteuer war, bin ich zuversichtlich vielleicht doch nochmal einen Hai zu sehen... in echt.
Zwischendurch gab es auf dem Schiff richtg, richtig, RICHTIG lecker Mittag. Alles was das Herz begehrt. Ansonsten gab es Muffins, Kekse, Kaffee und Tee. Als der man hinter der Theke die restlichen Muffins wegschmeissen wollte (immerhin ein ganzes Tablett), fragte Mirko, ob er nicht ein paar haben duerfte. Er durfte und ging mit einer ganzen Tuete voll Muffins von Bord.

Fotos haben wir keine gemacht, weil erstens die Bilder eh nicht den Eindruck rueber gebracht haetten, den wir hatten und zweitens wir in den nassen Tauchanzuegen keine Chance mehr hatten zu unseren Digitalkameras im Trockenbereich zu kommen. Naja, ich denke, auf den naechsten Tauchtouren wird sicher einmal das eine oder andere Foto gemacht werden.

Ich hoffe ihr hattet Spass beim lesen und lasst es euch bei -20 Grad Celsius in der Nacht gutgehen.

Ahoi und alles Gute. Bis bald.
Euer Toni

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

*nach dem Smiley mit dem Holzhammer such um Mirko, bzw. Toni einen auf den Deckel zu geben*

Ihr wart am Great Barrier Reef ohne Bilder zu machen?!?!? DAS GEHT JA MAL GAR NICHT!!!! Ich erwarte schleunigste Nachreichung!! Wozu gibt es bitte Einwegunterwasserkameras. Man man man...wozu schickt man euch denn da runter, wenn nicht um ein paar Eindrücke vom anderen Ende der Welt zu bekommen?!

So..genug gemeckert. Ich bin tierisch neidisch. Das Great Barrier Reef zu sehen war schon immer so ein kleiner heimlicher Traum.
Für euren kommenden Trip wünsche ich euch viel Spaß und viele Eindrücke und Erlebenisse, die ihr aber alle fotodokumentarisch belegt! *ermahn*

Das liebreizende Schwesterherz von Mirko, welches sich bei den -6°C eigentlich ganz wohl fühlt und sich über den endlich mal wieder tollen Winter freut.

Anonym hat gesagt…

Wir freuen uns für euch, daß ihr Neptuns Reich so ereignisvoll erkunden konntet. Habt ihr auch mal ne Seejungfrau gesehen?
Für euren weiteren Trip in interessanter Konstellation wünschen wir viele schöne Erlebnisse und wollen auch fotodokumentarisch daran teilhaben, wenn ihr Schlangen esst, Fische fangt und Alligator soll ja auch nicht so schlecht schmecken? Outdoor habt ihr , so glauben wir, ja schon ein bißchen Erfahrung, tja Mirko, aber ohne Bartelkocher?

Also wir grüßen euch als "Reiseteam" ganz lieb und wartend schon gespannt auf erste Reiseimpressionen.

K&K

Anonym hat gesagt…

Hallihallo...ich moechte hiermit nur nocheinmal den eigentlichen Grund erwaehnen, warum wir uns nicht eine Unterwasserkamera auf dem Schiff ausgeliehen haben. Alles in allem waren wir einfach viel zu sehr mit uns selbst und dem Tauchen beschaeftigt(Toni speziell mit der Uebung Atmen!). Da wir aber zu 95% einen Tauchschein in der naechsten Zeit machen, werden wir mit sicherheit noch einmal das Reef mit einem Fotoapparat aufsuchen. Also evtl. bekommt ihr die Eindruecke, welche wir schon sehen durften, noch nachgereicht.
Achja...Bilder des Reefs vom Boot aus sind nicht wirklich sinnvoll, da man nix ausser pures Meer erkennt.

Anonym hat gesagt…

Hallo Jungs,
schön zu lesen, was ihr nun nach dem "Arbeitsleben" unternehmt.
Keine Kamera kann die Eindrücke unter Wasser wiedergeben!
Die Einwegunterwasserkameras könnt ihr vergessen, denn die Bilder sind kaum zu gebrauchen. Es erscheint alles grünlich und ohne Konturen, wahrscheinlich spielen die Lichtverhältnisse unter Wasser einen Streich. Karsten und Kerstin hatten das in Kenia probiert, mit beschriebenem Erfolg. Also ihr Kommentarschreiber und ihr Akteure vor Ort, ärgert euch nicht zu sehr.
Viele Grüße Jürgen