Freitag, 10. Juli 2009

Ein letzter Gruss

Hallo ihr treuen Leser.
Wir sind gesund und munter vor einer Woche in Thailand gelandet. Unsere erste Anlaufstelle war dort das Hotel Kokosnuss in Kamal Beach, Phuket. Nach einer Taxifahrt vom Flughafen nach Kamala Beach konnten wir gegen 23 Uhr ins Hotel einchecken. Besitzer ist ein Deutscher, der das Hotel eigentlich derzeit gar nicht geoeffnet hat, da es erstens gerade im Umbau ist und zweitens totale Nebensaison ist. Deshalb war auch in Phuket wirklich rein gar nichts los. Nichtmal ein schoener Strand, was wir aber mal auf die permanente Wolkendecke schieben. Aber welcher Strand wirkt bei einer geschlossenen Wolkendecke schon schoen? Selbst Nachts war vom beruehmt beruechtigtem Nachtleben Thailands nichts zu spuehren.
Folge: Sonntag Nachmittag haben wir Phuket Richtung Bangkok verlassen. Und zwar per Bus. Guenstiger als fliegen und abgesehen von der Fahrtdauer (12 Stunden) in allen Belangen besser. Der Bus war allerdings kein Erste Klasse Bus, es war ein VIP Bus. Also noch eine Ecke besser als Erste Klasse. In Bangkok angekommen wurden wir von Lutz, Mirkos Onkel, am Flughafen abgeholt. Durch ihn haben wir dann auch eine Unterkunft gefunden, die alle bisherigen Unterkuenfte unseres letzten Jahres uebertrifft. Ein Appartement. Richtig, ein Appartement. Eine eigene Wohnung. Stube, Bad, Schlafzimmer, Balkon. Klimaanlage, Fernseher, noch eine Klimaanlage. Und das ganze fuer ein Appel und ein Ei.
Und das ist nicht das einzige, was Bangkok bislang ins positive Licht rueckt. Hier ist naemlich auch im Gegensatz zu Phuket was los. Tagsueber als auch Nachts. Man lernt die thailaendische Kultur gut kennen und kommt nicht selten aus dem Staunen nicht mehr raus.
Das Verkehrsverhalten ist milde gesagt katastrophal. Jeder faehrt wie er will und mittendurch die ganzen Mopeds mit bis zu vier Leuten drauf. Dazu konsequentes Ignorieren der Zebrastreifen und gelegentliches Fahren auf der Gegenspur. Da wird jede Taxifahrt zum Erlebnis.
Mindestens genauso auffaellig ist das Essen. Gut und guenstig trifft es hier wohl am besten. Die thailaendische Esskultur ist extrem vielfaeltig und gut gewuerzt. Man probiert viel und stellt dann fest, dass nahezu alles richtig, richtig gut schmeckt. Zum Beispiel gegrillte Heuschrecken. Oder Maden. Oder Larven. Oder oder oder...
Wenn man mal nicht im Restaurant oder an einem Strassenstand isst, dann kann man gut auf Maerkten einkaufen, da dort frische Nahrung zu unschlagbaren Preisen angeboten wird.

Tja, viele Eindruecke, die man gar nicht alle auf einmal auffassen, geschweige denn wiedergeben kann. Deswegen entschuldigt, wenn wir hier das eine oder andere vergessen.
Am besten schaut euch die Bilder an und macht euch selbst ein kleines Bild von Thailand.

Fuer uns heisst es jetzt uebrigens schon fast wieder Abschied nehmen, denn Uebermorgen, am Sonntag, 11.10 Uhr startet unser Flug von Bangkok nach Berlin. Nach ungefaehr 11 oder 12 Stunden Flug landen wir dann nach mehr als 11 Monaten wieder auf deutschem Boden und freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen der "alten" Gesichter. Wir haben viel zu erzaehlen und auch viel zu zeigen, aber gebt uns ein bisschen Zeit um unsere Gedanken zu sammeln.
Nochmal Danke fuer alle die sich den Blog bis zum Schluss angetan haben und uns so auch immer wieder motiviert haben, den Blog fortzufuehren. Wir hoffen ihr habt die letzten 11 Monate gut ueberstanden und habt uns eventuell auch das eine oder andere zu berichten, wenn wir wieder da sind.

Danke.
Mirko und Toni

Freitag, 3. Juli 2009

Nach 11 Monaten und 1 Tag

Es heisst Abschied nehmen. In weniger als drei Stunden werden wir Australien per Flugzeug verlassen und Kurs auf Thailand nehmen. 

Sind gerade in Sydney am Flughafen und haben dort kurz Internet, weswegen wir euch auf diesem Wege die letzten Gruesse aus Australien zukommen lassen.

Wir bedanken uns bei allen fleissigen Lesern und Kommentarschreibern, die ueber die ganze Zeit unsere Reise verfolgt und miterlebt haben.

Wir melden uns dann so schnell wie moeglich aus Thailand und wuenschen euch bis dahin alles Gute und uns selber einen ruhigen Flug.

Machts gut und geniesst die letzten Tage ohne uns, den bald sind wir wieder da!

Mirko und Toni

Dienstag, 30. Juni 2009

Wurde auch mal Zeit

Neuigkeit! Wir sind autolos! Seit gestern, Montag, 22.00 Uhr sind wir nicht mehr im Besitz unseres roten Fords. Neuer Besitzer ist aber weiterhin ein Deutscher, dem wir das Auto binnen acht Stunden vom ersten Telefonat bis zur Unterschrift des Kaufvertrags schmackhaft und dann verkauft haben. Seit nunmehr 1,5 Wochen hatten wir versucht das Auto zu verkaufen, aber ausser einem Inder, der das Auto immerwieder schlecht geredet hat um den Preis zu druecken, einem indischen Ehepaar, dem das Auto viel zu gross war und dem Deutschen von gestern, hat sich niemand das Auto auch nur angeschaut. Leidenszeit die an den Nerven nagte, aber jetzt ist es vorbei und wir sind gluecklich.

Uns beiden ist dabei natuerlich eine riesen Last von den Schultern gefallen, denn die Zeit wurde immer knapper. Kommenden Freitagmorgen verlassen wir naemlich den Kontinent und begeben uns auf einen anderen: Asien. Dort landen wir in Phuket, Thailand und lassen es uns dort gut gehen. Wir lassen es uns aber auch noch hier gut gehen. Die letzten Tage in Australien werden nochmal genossen... und begossen. Speziell letzteres beim Autoverkauf.

Thailand machen wir dann neun Tage lang unsicher werden dabei auch noch mal reisen, denn wir muessen von Phuket nach Bangkok. Von dort geht unser Flug nach Deutschland. Und dann waeren wir auch schon wieder zuhause. So schnell kanns gehen.

Wir melden uns nochmal!
Bis dahin, viele Gruesse aus Melbourne!

Sonntag, 21. Juni 2009

Raus aus dem Paradies, rein in das Getuemmel...

Wir hatten ja leider keine Wahl, aber es ist dennoch sehr schade. Unser 6 taegiger Aufenthalt in Hahndorf ist schon seit geraumer Zeit (3 Tagen) vorrueber und wir koennen rueckblickend eigentlich nur sagen: Es war wirklich wundervoll dort. Wie ihr ja eventuell wisst, haben wir 6 Tage bei der Familie Jamieson verbracht (Ihr wisst nicht wer das ist?...dann lest den vorhergehenden Eintrag!). Wir haben bei ihnen gewohnt, mit ihnen ein paar Dinge unternommen und hatten eine Menge Spass. Warum es dort so toll war? Nunja, man koennte ja jetzt vermuten das es uns aufgrund des kostenlosen Aufenthaltes so gefallen hat, aber das ist nicht der Grund. Klar ist es der Traum jedes Backpackers, aber im grossen und ganzen haben wir uns einfach fast wie zu Hause gefuehlt. Toni kannte die Familie ja vorher nicht einmal und ich hatte sie auch nur auf ihrer einwoechigen Tour in Sachsen kennengelernt und dennoch waren sie extrem nett und freundlich. Wir waren mit den Eltern (Eril und Greg) sowohl die Stadt Hahndorf besichtigen, als auch Sonntags bei einem australischen Footballspiel zuschauen. Mit Steph als Reisefuehrer haben wir eine Adelaidetour unternommen und das von Markus (Johne) hochangepriesene 'Wok in a Box' probiert; Naja Kussel, so toll wars dann doch nicht ;).
Wie auch immer, sie haben uns jedenfalls den Aufenthalt in Hahndorf sehr versuesst und haetten wir gekonnt, waeren wir mit Vergnuegen noch laenger dageblieben. Aber naja, wie heisst es doch so schoen: Wenns am schoensten ist, soll man gehen...oder so aehnlich.


Die zwei anschliessenden Tage (oder eher eineinhalb Tage) waren unsere letzte Tour mit unserem Auto in Australien. Wir sind die sogenannte 'Great Ocean Road' entlanggefahren, haben eine Nacht im Auto neben dem Highway verbracht und uns allerlei wunderschoene Momente auf den Ausblickplattformen der Kuestenstrasse gegoennt.
Die Great Occean Road ist, um es genauer zu Beschreiben, ein Teil der Strasse zwischen Melbourne und Adelaide und bietet eine wunderschoene Felskueste, welche meistens sogar besondere Formen aufweist. Besonders bekannt sind die '12 Apostel', welche als zwoelf Teile der ehemaligen Kueste verstanden werden koennen und welche aber nochimmer dem Wasser standhalten und somit ca. bei 50-100 Meter Entfernung zur Kueste aus dem Meer ragen (Simpel: 12 Felsen, welche aus dem Meer ragen, von denen man aber von der Kueste aus nur ca 8 gleichzeitig wahrnehmen kann). Wie das alles genau aussieht, koennt ihr euch auf den Fotos anschauen.

Nachdem wir dann vor 2 Tagen in Melbourne angekommen waren, fingen wir natuerlich an sofort unser Auto zu vermarkten. Wir haben ueberall in so ziehmlich allen Hostels (und das sind verdammt viele in Melbourne) Zettel ausgehangen mit einer Werbung fuer das Auto. Nun heist es natuerlich warten und hoffen und wenn gar keine Reaktion kommt, duerfen wir nocheinmal alle Hostels besuchen und den Preis heruntersetzen. Also wuenscht uns Glueck fuer einen guten Autoverkauf.


Liebe Gruesse von Toni und Mirko

Donnerstag, 11. Juni 2009

Merbein adieu

Das wars. Wir verlassen Merbein und haben aller Voraussicht nach gestern unseren letzten australischen Arbeitstag gehabt. 
Naechstes Ziel: Hahndorf. Klingt deutsch, ist aber australisch und liegt ein paar Kilometer oestlich von Adelaide. Dort besuchen wir die Jamiesons. Eine Familie die uns mit offenen Armen empfangen und uns ungefaehr eine Woche Unterkunft bieten wird. Fuer die Leser unter euch, die nicht wissen, wer die Jamiesons sind, hier eine kleine Erklaerung: Michael J. (Australier) besuchte Deutschland mehrmals und hat dabei auch den Osten bereist. Daher haben wir ihn kennengelernt. Spaeter kam dann auch Michaels Familie bzgl. einer Europareise nach Deutschland und hat dort Mirko, allerdings nicht Toni kennengelernt. Wie dem auch sei, Michael lebt in Melbourne, welchen wir auch dort mehrfach getroffen haben, und seine Familie lebt in Hahndorf, welche uns eingeladen hat, bei ihnen fuer so lange wie wir wollen zu leben. 

Und deswegen fahren wir nach Hahndorf. Unser Auto steht uebrigens jetzt schon zum Verkauf, da wir ja nicht wirklich mehr viel bereisen werden. Wer interessiert ist, bitte einfach Anfragen.

Ansonsten gibt es sonst nichts Neues und wir melden uns, sobald es Internet und was zu berichten gibt.

Also bis dahin die besten Gruessen von uns! 

Samstag, 23. Mai 2009

Einmal Outback und zurueck...

Wir sind wieder da.
Letzten Freitag haben wir uns auf den Weg zum Ayers Rock (Uluru) gemacht und sind Mittwochabend wieder in Merbein angekommen.
Dabei haben wir allerhand Dollar an Spritkosten gelassen und sind insgesamt knapp 4300 km gefahren. Die Route ging von Merbein richtung Port Augusta, von dort nach Coober Pedy, dann zur Mitte Alice Springs und von dort wieder suedlich zum Ayers Rock.
Freitag 09.00 Uhr sind wir losgefahren und haben es bis kurz vor Coober Pedy geschafft. Am Samstag sind wir dann dort auch angekommen. Coober Pedy gilt als eine der sehenswuerdigsten Staedte South-Australia. Eine Stadt die sich nur auf das Suchen und Finden von Opalen konzentriert und deswegen groesstenteils untertage exisitert. Es gibt dort neben Fuehrungen unter der Erde auch Hotels unterirdisch. Allerdings war unser Eindruck der Stadt eher ernuechternd und wir sind nach guten zwei Stunden wieder gefahren.



Sonntag haben wir dann Alice Springs, das Zentrum Australiens, erreicht. Auch da war das Ergebnis eher unter unseren Erwartungen. Wenigstens war der Sprit dort guenstiger. In Alice Springs haben wir aber beschlossen, dass man im Urlaub auch was machen sollte. Also sind wir in das Reptile Centre, eine Einrichtung voll mit Reptilienterrarien. Von Echsen ueber Schlangen bis hin zum Krokodil. Letzteres hat sich allerdings so bloed hingelegt, dass man es nicht sehen, allenfalls erahnen konnte. Das wars dann aber auch fuer uns in Alice und wir haben uns nach zwei Stunden wieder auf den Weg gen Sueden gemacht. Bisschen weniger als 300 km vor Yulura, dem Resort in dem man leben kann, wenn man den Uluru besucht, haben wir dann die Nacht an einem Rastplatz verbracht. Generell haben wir vier Naechte auf Rastplaetzen im Outback und eine Nacht im Resort verbracht.

Montagmorgen ging es dann weiter zum Uluru den wir dann auch am Vormittag erreicht haben. Kurz ins Resort Yulura und dann ging es los zum grossen roten Stein. Hoch, runter, drumrum und dann zum Sunset-Viewing-Point (zu deutsch: Sonnenuntergangsaussichtspunkt). Am naechsten Morgen haben wir noch den Sonnenaufgang angeschaut und sind dann auch gleich wieder richtung Merbein gefahren.



Auf dem Rueckweg vom Uluru gab es dann die einzig wirklich brenzlige verkehrstechnische Situation. Da fahren wir gemuetlich richtung Resort und auf einmal haelt ein Bus 200 m vor uns an, der Fahrer steigt aus und faengt an wie wild zu winken. Natuerlich konzentriert man sich dann voll auf den winkenden Fahrer, der nur uns gemeint haben kann. Eventuell hat er ja ein Problem oder sonstwas, weswegen er unsere Hilfe brauchen koennte. Doch dann passierte es: Von rechts kamen recht schnell drei Kamele auf die Strasse, welche unsere Spur zum Glueck erst ganz knapp nach uns kreuzten. So ein Typ!!! Haette der doch einfach mal in die Richtung der Kamele gezeigt oder gar nichts gemacht, dann haetten wir die Kamele gesehen und uns vorbereiten koennen... man man man; da hatten wir echt Schwein gehabt. Unsere Fahrt ging dann weiter und wir haben es am Dienstag noch bis nach Cooer Pedy geschafft, sodass wir den Rest der Route bis Mittwoch 20.30 Uhr absolviert haben.

Die ganze Tour ueber hat unser Auto geschnurrt wie ein Kaetzchen und keinerlei Probleme gehabt. Tolles Auto.

In Merbein wieder angekommen, gab es die naechste gute Nachricht: ein Job. Und nicht nur irgendein Job, nein, der Traktorjob. Ja, wir arbeiten dort jetzt wieder und werden ab Montag, laut Aussagen unseres Supervisors, die kommende Woche durcharbeiten koennen. So soll es sein und so ist es :-)

Neben den Videos haben wir auch Fotos gemacht, welche wir euch auch nicht vorenthalten wollen. Also, bitte schoen: Klick.

Das war es erstmal von uns. Viele Gruesse aus dem guten, alten Merbein.
Mirko und Toni.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Auf gehts! Ab gehts!

Unsere Plaene sind perfekt: Erst zwei Monate arbeiten, genug Geld scheffeln und dann eine vier- bis fuenf-woechige Westkuestentour in Saus und Braus geniessen. Auto haben wir, nach Mildura/Merbein sind wir gekommen, Arbeit haben wir gesucht. Und dann? Pechstraehne. Keine Arbeit, kein Geld. Unsere perfekten Plaene sind aus genau diesem Grund letztenendes leider den Bach runtergegangen. Aber da wir uns davon ja nicht unterkriegen lassen, haben wir uns kurzerhand spontan fuer  einen Trip zum Zentrum Australiens, zum grossen roten 'Stein', zum Ziel aller Australientouristen, zum Ayrs Rock entschieden. Da jegliche, aber auch wirklich jegliche Planung und Kalkulation, welche wir bisher mit riessigen Toleranzbereichen zu erstellen pflegten, schief lief, werden wir diesen Part fuer die kommenden ein bis zwei Wochen ueberspringen und werden Morgen frueh einfach losfahren.
Da wir ja durch die Zeit des nicht arbeitens nicht gerade reich geworden sind, bleibt uns natuerlich nichts anderes uebrig als im Anschluss wieder auf Jobsuche zu gehen. Da bis dahin hoechstwarscheinlich die Orangensaison endlich in die Gaenge gekommen ist, wird unser anschliessender Arbeitsstopp wieder genau dort sein, wo wir uns gerade in diesem Moment befinden, Merbein. 
Wer sich jetzt fragt: "Warum gehen die zwei nicht einfach wo anders hin wo es Arbei gibt?" hat im grossen und ganzen natuerlich recht, jedoch sieht es im suedlichen Australien momentan so aus, dass das Klima so ziemlich ueberall gleich ist und die Jobs nirgendwo von den Baeumen fallen. Hier in Merbein haben wir halt eine sehr guenstige Unterkunft mit recht viel Komfort, was uns zu dem Entschluss gebracht hat, es erneut hier zu versuchen.
Angeblich soll es bis zu unserer Rueckkehr ja viele neue Jobs geben, aber auf dieses "Angeblich" haben wir uns leider schon viel zu oft verlassen.

Nunja, Schwamm drueber, jetzt steht uns erst einmal eine schoene Outbacktour bevor, welche wir ja schon seit Anfang unserer Australienreise vor Augen hatten. Ich denke mal, dass es diesmal eventuell sogar ein paar Bilder und Videos fuer euch zu sehen gibt, aber damit ihr nicht zuuuu lange warten muesst, gibt es hier schonmal ein paar Bilder von unserem letzten und einem der wohl besten Jobs (abgesehen von der Bezahlung), die wir je hatten:
Unsere Aufgabe in diesem leider nur 3 Tage langen Job war es mit einem Traktor+Anhaenger von Feld zu Feld zu fahren und grosse Plastikrollen mithilfe von Muskelkraft und Kran auf den Haenger zu befoerdern. Anschliessend brachten wir diese in eine Lagerhalle wo wir sie wieder mit Hilfe von Muskelkraft oder Kran abgeladen haben (je nach Lagerhalle).
Da bis zu diesem Zeitpunkt noch keiner von uns Traktor gefahren ist, war es eine sehr amuesante und interessante Erfahrung (Rueckwaerts fahren mit Anhaenger ist echt eine Kunst fuer sich). Leider koennen wir euch nicht soo viel zeigen, da mein (Mirko) Photoapparat mal wieder kaputt ist und Tonis Akku leider fast leer war. Hier die vier Bilder fuer die der Akku noch gereicht hat!

Wuenscht uns Glueck, dass wir unfallfrei und generell problemlos zum Uluru und wieder zurueck kommen.
In diesem Sinne viele liebe Gruesse von euren zwei Weltenwanderern.

Freitag, 24. April 2009

Es regnet!

Permanent wuenschen uns unsere Leser viel Erfolg beim Thema Arbeit. Aber: Es bringt nichts. Arbeitslos in Merbein, das muss schrecklich sein und das ist es auch, da man nicht wirklich was machen kann. Ab und an spielt man mal Fussball, ja, aber mehr auch nicht. Zum Glueck hat unser Hotel jetzt aber einen neuen TV Anschluss, der im Prinzip dem von Premiere gleicht. Viele neue Filme und Dokumentationen und Serien und und und. Und Sport. Schon mehrmals sind wir 4 Uhr irgendwas aufgestanden um Fussball live zu verfolgen. Das macht die Zeit der Arbeitslosigkeit wenigstens ein wenig ertraeglicher.

Wichtig: Wir wollen uns fuer die regelrechte Sturmflut an Kommentaren bei euch bedanken. Prima, weiter so!

Neuigkeiten: es hat gestern das erste Mal seit unserem Autokauf geregnet. Bis gestern war es eigentlich immer sonnig und wolkenlos. Mehr Neuigkeiten gibt leider nicht. Schon ein wenig armseelig, wenn das einzig nennenswerte bei einem Auslandsjahr das Wetter ist. Aber daraus laesst sich wiederrum was Positivies schliessen: Es kann nur besser werden. Und es wird auch. Zumindest behaupten das unsere Hotelbesitzer, die uns mit Jobs versorgen sollen. Wir hoffen.

Was gibt es sonst noch... Bayern hat sich gegen Barcelona blamiert. Haha.
Man merkt das der Winter kommt. Speziell heute bei Regen war es fast schon zu kalt fuer kurze Hosen. Bemerkt wird sowas aber erst wenn man in kurzen Hosen draussen steht. Selbiges gilt fuer kurzaermelige T-Shirts und Hemden.

Auch wichtig: Wir wollten schon viel eher einen Eintrag schreiben, aber wir besitzen nunmal kein Notebook und mit unseren Playstation Portables kann man zwar alles Lesen (Kommentare, etc.), jedoch keine Eintraege schreiben. Von daher bitten wir um euer Verstaendnis, was die Wartezeiten zwischen den Eintraegen betrifft. Der jetzige Eintrag wird auch nur verfasst, weil die eigentlichen Eigentuemer des Notebooks gerade essen sind. Dies fuehrt zu einer Zeitnot, welche uns wiederum zwingt euch ein weiteres Mal um Verstaendnis zu bitten, diesmal bzgl. evtl. auftretender grammatikalischer Ungereimtheiten.

So, dann lassen wir euch mal wieder mit der Kommentarfunktion allein und wuenschen euch nachtraeglich ein schoenes Osterfest, welches hier uebrigens gar nicht so schoen bunt zelebriert wird. Es gibt zwar die traditionellen Osterhasen aus Schokolade, aber keine Eier an Baeumen.

Peace und beste Gruesse von den Besten an die Besten!
Mirko und Toni

Samstag, 21. März 2009

Achtung, hingeschaut!



Um es offiziell zu machen: Wir haben uns am Donnerstag, 12. März 2009 ein Auto gekauft. Dieses habt ihr eben im Video gesehen. Nach langem hin und her haben wir in Melbourne von einem Deutschen ein Auto abgekauft und sind damit nach Mildura (550 km nördlich von Melbourne) gefahren. Mildura ist für Farmarbeit bekannt und wir haben unsere Reisezeit damit auch erstmal wieder beendet und widmen uns nun wieder der Arbeit.

Für alle die es im Video noch nicht erkannt haben, unser Auto ist ein burgundfarbener (einfach Leute würden wohl "rot" sagen") Ford Fairmont. Auf der Fahrt nach Mildura haben ab und an ein paar Warnleuchten geblinkt, aber dennoch hat unser Auto die erste große Fahrt problemlos überstanden.


In Mildura angekommen haben wir uns ein Workinghostel genommen (die hartgesottenen unter unseren Lesern werden sich erinnern: Workinghostel = Hostel, welches einen mit Arbeit versorgt). Uns wurde auch gleich Arbeit für die zwei Folgetage angeboten, welche aber nur einer von uns machen konnte. Mirko ging hin und kam mit Muskelkater im Bein zurück. Allerings waren das die einzigen Arbeitstage die uns dieses Hostel vermitteln konnte. Deswegen entschlossen wir uns, dass Hostel zu verlassen. Drei Tage (Dienstag, 17. März) bevor wir das Hostel verlassen konnten (wir hatten ja schon für eine Woche bezahlt), haben wir uns schon mal eine Alternative angeschaut. Das Merbein Hotel. Richtig, ein Hotel. Zumindest vom Namen her, denn eigentlich fungiert es als Workinghostel und es sind auch nur Backpacker da. Wir sind jedenfalls dahin und haben gefragt ob es Platz im Hotel gibt und wie es mit Arbeit aussieht. Und jetzt das Tolle: wir konnten uns nicht nur in das Hotel einbuchen, nein, wir haben sogar Arbeit bekommen, obwohl wir noch gar nicht im Hotel wohnten! Das mag jetzt nicht so außergewöhnlich klingen, ist es aber! Wir also am nächsten Morgen (Mittwoch) zur einem Typen (Ross) gefahren der uns mit Arbeit versorgt hat. Zwei halbe Tage lang haben wir zumeist lose Stöcke von einem Acker aufgehoben. Nach den zwei Tagen (Freitag) konnten wir dann in unser neues Heim einchecken. Das Merbein Hotel. Dort haben wir für 90 A$ die Woche (Vergleich: vorheriges Hostel in Mildura 140 A$) ein Zwei-Bett-Zimmer, kostenloses W-Lan Internet (welches sich nur beschränkt nutzen lässt, da wir kein Notebook haben), kostenloses Frühstück und kostenlose Parkmöglichkeit fürs Auto.
Schauts euch einfach mal an:



Zurück zur Arbeit: Nachdem wir zwei Tage lang Stöcke vom Boden aufgehoben haben, sollten wir am Sonntag wieder für Ross arbeiten. Er meinte, wir sollten so gegen 9.00 Uhr da sein, sollte es nach Regen aussehen, dann schon eher. 0.15 Uhr lag Toni im Bett und es klingelte Mirko's Handy. "Hallo, Ross hier. Es sieht nach Regen aus. Könnt ihr jetzt kommen und arbeiten?". Warum auch nicht?! Also hat uns Ross eine Viertelstunde später vorm Hotel abgeholt und wir haben von 0.30 Uhr bis kurz 3.30 Uhr Heuballen vom Boden auf einen Anhänger gestapelt. Die Traktoren hatten genügend Licht um das Nötigste zu erhellen und alles in allem hat das sogar mehr Spaß gemacht als das Stöcke auflesen, wobei selbst das schon leichte Arbeit war. Übrigens: es hat bis heute nicht geregnet...
Heute, Montag, haben wir wieder gearbeitet. Kohl pflanzen. Hätte schwer werden können, wurde es aber nicht. Im Gegenteil, es ist die einfachste Arbeit die wir bislang auf einem Feld machen mussten. Zu Beginn lief es wie folgt ab: Mirko und ein anderer saßen auf richtigen Sitzen, befäßtigt am Traktor und steckten abwechselnd je eine Jungpflanze in eine Maschine, die die Kohlbabys gleich einbuddelt. Toni lief einfach hinterher und richtete die eine oder andere Pflanze und schaute, dass alles lief. Nach einiger Zeit saßen dann wir beide auf dem Traktor, da Ross meinte, wir seien zu groß um uns immer zu bücken und die Pflanzen zu richten. Also saßen wir beide dann nur noch da und haben die Maschine mit Pflanzen "gefüttert". Den Job haben wir nun noch für morgen und evtl. übermorgen. Was danach kommt wissen wir noch nicht, halten euch aber auf dem Laufenden.

Wir hoffen, dass euch die Videos gefallen haben und euch evtl. anregen ein paar Kommentare zu schreiben.

Bis bald und lieben Gruß an alle die das hier eben lesen.
Eure fleißigen Arbeiter.

Mittwoch, 11. März 2009

Tja, Melbourne halt (mit Bildern)

Eine kurze Zwischennotiz.
Wir sind nun schon ein gefuehltes Jahr in Melbourne ohne Auto, ohne Arbeit. Macht so aber keinen Spass. Das Geld wird knapp und knapper und wir haben uns entschloss nach Mildura zu reisen. Dort stellen wir uns wie in guten alten Ayr-Tagen aufs Feld und verdienen wieder fleissig Geld. Um nach Mildura zu kommen kaufen wir uns ein Auto. Das soll uns dann bis zum Ende unserer Australienzeit begleiten. Wir stehen kurz vor einem Kauf, aber seit einer Woche kommt immer wieder irgendwas dazwischen. In den letzten Tagen leben wir foermlich nach Murphys Gesetz: "Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. (Whatever can go wrong, will go wrong.)". Aber wir sind einfach zu cool um so was wirklich ernst zu nehmen. Jeder Versuch des Lebens uns in schlechte Laune zu versetzen, wird gekonnt verspottet und weg gewitzelt. Anders haelt man das aber auch nicht aus. Wenn wir Zeit und Moeglichkeiten haben, werden wir mal all unsere misslungen Aktionen auflisten und ihr koennt mit uns lachen. Allerdings wollen wir uns zuvor einen Standpunkt schaffen, von dem aus wir auf diese Zeit herabschauen koennen, damit das Lachen uns umso leichter faellt. Waere doch bloed sich selber auszulachen und danach feststellen zumuessen, dass man immernoch in dieser Situation steckt, nicht wahr?

So, was noch? Bilder! Bilder vom Tauchen, dem Kanutrip, dem Segeltrip und noch mehr! Einfach hier klicken. Geniesst die Eindruecke, wer weiss, wann wir wieder wo sind, wo es sich lohnt Bilder zu machen. ABER, ich kunedige jetzt einfach mal grosszuegig Videos an, die teilweise nur noch hochgeladen werden, teilweise noch gedreht werden muessen.
Allerdings gibts jetzt schon mal ein Video von unserer Haibegegnung.



Also, drueckt uns die Daumen (von mir aus schreibt es als Kommentar), auf dass wir das Auto bekommen, nie Probleme damit haben, heil nach Mildura kommen, dort sofort Arbeit finden und dann in Saus und Braus leben koennen.

Mit diesen Worten schliessen wir.
Beste und vielleicht letzte Gruesse von uns aus Melbourne an euch.

Freitag, 27. Februar 2009

Nur mal kurz Hallo

Jaja, wir melden uns nicht oft hier im Blog, aber da ich gerade mal 5 Minuten habe gebe ich euch eine kurze Zwischenmeldung.
Wie ihr ja isst, haben wir den Ostkuestentrip erst gerade hinter uns. Momentan sieht es so aus, dass wir (warscheinlich recht vergebens) in Melbourne Arbeit suchen. Das wir einen Job finden bzw. vor allem das beide einen finden, ist laut ziehmlich jedem Backpacker hier sehr unwarscheinlich. Nun, aber wir geben ja noch nicht ganz auf. Wir suchen des Weiteren ein Auto, was uns sowohl fuer den Westkuestenaufenthalt als auch fuer den evtl. Weg zu einer Arbeitsstelle ausserhalb Melbournes dienen soll (damit meine ich Farmarbeit, welche wir uns suche muessten, fals es hier nichts wird).
Ich sitze hier momentan in der Staatsbibliothek Victorias und kann das Internet kostenlos fuer 60 Minuten nutzen, jedoch zu eurer Enttaeuschung ist es nicht moeglich Bilder oder aehnliches hochzuladen, weshalb ihr euch noch weiterhin gedulden muesst.
Das letzte mal als wir uns gemeldet haben, befanden wir uns noch bei den Whitsundays. Nun, diese Segeltour haben wir im grossen und ganzen gut ueberstanden. Um es nuechtern zu betrachen, es war eine interessante Erfahrung und wir haben sowohl sonniges, regnerisches, windstilles und windiges Wetter gehabt. Des Weiteren waren wir so frei an 2 Tauchgaengen teilzunehmen, wobei der eine (am Tag) langweilig und der andere (in der Nacht) dunkel war und man kaum was gesehen hat. Alles in allem koennen wir sagen; Wir haben die Whitsundays wenigstens gemacht, aber im grossen und ganzen war das spektakulaerste daran ein Sonnenuntergang wie man ihn noch nie gesehen hat (Bilder folgen, koennen aber den Eindruck nicht im geringsten wiedergeben).
Nach den Whitsundays bestand unsere restliche Ostkuestentour hauptsaechlich noch aus einer sehr schnellen "Wir muessen puenktlich in Melbourne sein" fahrt nach.....naja....das kann man sich denken.
Genau 2 Stops haben wir abgesehen von Uebernachtungen noch gemacht. Einer war in den South West Rocks, welches ein Ort ist, der Tauchgelegenheiten mit Haien anbietet und uns von unserer Tauchlehrerin empfohlen wurde. Recht guenstig haben wir dort also 2 Tauchgaenge gemacht, wobei einer sogar ein Hoehlentauchgang war. Insgesamt haben wir auch 13 Haie gesehen, von welchen wir aber genau wie vom ganzen Trip leider keine Bilder haben (Wasser hat die seltsame Angewohnheit nass zu sein--> nicht gut fuer Kameras).
Der 2. Stop war in Canberra, der Hauptstadt Australiens, wobei wir dort eigentlich nur 2 Stunden rumgelaufen sind und einen Arzt fuer mich (Mirko) gesucht haben. Wie sich 2 Tage spaeter bei nach unserer Ankunft in Melbourne rausstellte brauchte ich diesen auch, denn der Grund, weshalb ich nichts gegessen hatte in diesen Tagen, war eine Mandelentzuendung, welche mir das Leben ziehmlich unangenehm machte. Aber keine Sorge, sie ist mitlerweile dank Dauerdrogen schon fast wieder verheilt.
Soweit sogut. Das ist der momentane Stand der Dinge. Wuenscht uns Glueck mit der Arbeitssuche und wenn es dann soweit ist, dass wir evtl. was gefunden haben, gibts auch mal wieder ein paar Bilder.

Viele Gruesse von euren 2 Arbeitslosen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Wir leben!!!

Da die Kommentare mit Lebenszeichenanfragen ueberlaufen, wollen wir hier mal sagen, dass es uns gut geht. Wir sind weder von den verheerendenBraenden im Sueden, noch von den nassen Hochwassern im Norden betroffen. Wir sind in der glueklichen Mitte. Genau gesagt in Airlie Beach. Da waren wir zwar schon mal, aber jetzt sind wir wieder hier, um ab morgen eine 3 taegige Segeltour in die Whitsundays zu unternehmen. Unser Entschluss wieder gen Norden zu fahren hat den Grund, dass wir uns von Kara getrennt haben. Sie ist in Surfers Paradies geblieben, weil sie kein Geld mehr hat und erstmal nach einen Job schauen moechte. Deshalb sind wir mit Becky wieder richtung Norden gefahren und haben bei Noosa auch schon eine 3 taegige Kanu-Camping-Tour hinter uns mit insgesamt 6 h Kanu fahren und 12 km laufen (6 davon sind wir bergab in 39 min mit Gepaeck auf Ruecken gerannt). War von der Landschaft her richtig gut, ansonsten eben Camping ohne Strom und Dusche. Dafuer an einem Fluss in dem sich Seeschlangen und gar Haie tummeln.
Haben wir sonst noch was gemacht....? Ja, in Surfers Paradies waren wir in einem Vergnuegungspark "Wet and Wild", in dem es zahlreiche Wasserrutschen und andere Wasserattraktionen gab. Tags darauf waren wir in einer "Warner Brothers Movie World" die ja weltweit verteilt sind. Da steht alles unter dem Thema "Film". Aber ausser drei Achterbahnen gabs da auch nichts aussergewoehnliches... dafuer hatten es die Achterbahnen in sich.

So, wie gesagt ab morgen sind wir auf einem Segelschiff und reisen durch die Inselgruppe Whitsundays, wo wir auch mindestens einen Tauchgang machen werden... vielleicht sogar einen Nachttauchgang, aber dazu mehr, wenn wir wieder da sind.

Bis dahin wuenschen wir euch eine schoene Zeit.
Gruesschen von Mirko und Toni.

Dienstag, 27. Januar 2009

Tauchen fetzt

Hallo ihr da drueben am anderen Ende der Welt.
Wir sind gestern in Bundaberg angekommen und haben vergangene Woche unseren Tauchschein gemacht. Einmal den Open Water Diver und im Anschluss den Advanced Open Water Diver. Praktisch, dass bei letzteren auch eine Tour zum Yongala Wreck dabei war. Das Yongala Wreck gilt als eine der schoensten Tauchstellen weltweit und ist unter den Top10 zu finden (laut ScubaTravel.com.uk sogar Platz 1). Wo man auch hinschaut Fische ueber Fische und dahinter ein 109 m langes Wrack, ueberwuchert mit maritimen Leben. Der Tauchgang zum Wrack war allerdings auch Teil des Tauchkurses, weswegen wir unter Wasser (30 m bei kuscheligen 28 Grad Celsius) noch ein paar Uebungen absolvieren mussten. Was sich als richtig gut herausstellte. Die Uebungen werden naemlich am Boden gemacht, waehrend alle anderen Taucher, gebeten wurden, nicht tiefer als 24 m zu tauchen. Als wir auf dem Meeresgrund knieten, erlebten wir dann naemlich als einzige eine der eindrucksvollsten Momente, die wir je gesehen habe: ein 2,5 m langer Bullshark (Bullenhai) umkreiste unsere kleine Tauchergruppe, bestehend aus Mirko, Kara, Becky, dem Instructor und mir, Toni. Nachdem er einmal um uns herum war, nahm er Kurs auf uns. Er kam so nah, dass man ihn haette beruehren koennen. Eindrucksvoll. Wir haben uns fuer das Wrack auch eine Unterwasserkamera ausgeliehen und es gibt sogar ein Video, in dem man den Hai fuer 1 Sekunde unscharf erkennt. Leider hatte zum Zeitpunkt der Haibegegnung Kara die Kamera und war schockiert vor Angst. Erst als ich ihr die Kamera, die lose um ihr Handgelenk baumelte, in die Handdrueckte fing sie an den Hai auf bewegten Bildern zu verewigen. Um das gleich mal zu sagen: heute gibt es noch keine Bilder oder Videos. Die DVD mit den Bildern ist gerade nicht in greifweite, weswegen es noch ein wenig dauert, bis ihr die Eindruecke auch zu sehen bekommt. Ansonsten war es danach weiterhin ein traumhafte Tauchgang, bei dem man soviel Meeresvielfalt zu sehen bekam, das man gar nicht alles realisieren konnte. Wunderschoen.

Morgen duerfte es dann fuer uns weitergehen nach Brisbane. Dort wollen die Maedels Arbeit finden, weil ihnen langsam aber sicher das Geld ausgeht. Fuer morgen Frueh haben sie schon einen kleinen Job: eine neubezogene Wohnung streichen. Gut fuer uns, denn auch Mirko und ich koennen dort heute Nacht schon fuer 0 Cent naechtigen. Praktisch. Mal schauen was danach so passiert. Wir halten euch auf dem Laufenden. Und ja, wir reichen die Bilder noch nach.

Beste Gruesse aus dem zum Glueck immer kaelter werdenden Australien!
Eure Weltenbummler.

Achja, habe mir eben meine DVD vom Fallschirmsprung angeguckt. Leider ohne Sound. Peinlich wie es einem beim freien Fall das Gesicht verzieht...

Donnerstag, 15. Januar 2009

Nehmt euch Zeit...

Hallo alle zusammen. Wie ihr ja wisst, sind wir seid rund einer Woche schon unterwegs um die Ostkueste Australiens zu erobern.

Der 15. Januar war fuer uns doch ein sehr seltsamer Tag, denn nicht wie gewoehnlich sind wir frueh aus dem Bett gefallen, nein, diesmal sind wir aus einem Flugzeug gefallen.

Das letzte mal als wir uns gemeldet haben, waren wir noch in Port Douglas, mitlerweile befinden wir uns schon auf Magnetic Island. Unsere Reiseroute ist aufgrund unserer perfekten Planung leidergottes etwas wirr verlaufen, was aber im Endeffekt auch eine lustige Erfahrung ist.

Nachdem wir anfangs noch einen Abstecher zum Mossman Gorge (recht bekannte und eigentlich sehr schoene Badegelegenheiten, welche wir leider aufgrund des Regenwetters nicht wahrnehmen konnten) gemacht haben, wollten wir unsere Reise in Richtung Mareeba fortsetzen. Auf ca. halber Strecke kam uns die von weiten schimmernde Strasse schon etwas merkwuerdig vor. Als wir dann auch noch Menschen, welche bis ueber die Knie im Wasser standen, sahen, mussten wir uns eingestehen... nunja, so gut unser Auto auch ist, tauchen gehen wir lieber woanders und ohne Auto. Nachdem wir die Strecke dann wieder zurueckgefahren sind, haben wir uns Richtung Cairns begeben, wo wir eine Nacht verbrachten und uns Camping Ausruestung und alles noetige fuer die Reise besorgten (unter anderem ein medizinisches Zertifikat fuer unsere bevorstehende Tauchlizenz). Ab dem folgenden Tag begann unser eigentlicher Trip. Ob die Route so 100% stimmt muss ich nocheinmal nachpruefen, aber zumindest in etwa sollte es passen. Erster Stopp war Kuranda, wo wir uns den Baron Wasserfall, welcher zumindest fuer mich der groesste Wasserfall ist den ich jemals gesehen habe, anschauten (In diesem Sinne schoene Gruesse an meine Oma in Langebrueck, denn ich denke Sie und Siegfried waren genau dort und haben den Wasserfall von der Seilbahn aus gesehen). Danach ging es auch schon weiter Richtung Millaa Millaa und von dort aus nach Innisfail. Auf diesem Weg gelang es uns tatsaechlich unseren ersten Campingplatz zu finden und eine sehr abenteuerliche Nacht zu verbringen. Nicht ausgeschlafen und mit mieser Laune ging es dann am naechsten Tag weiter nach Innisfail, Tully und Mission Beach, wo wir eine Nacht blieben. Anschliessend fuhren wir ca. zwei weitere Stunden gen Sueden nach Townsville und entschieden uns nach laengeren Uberlegungen zwei Naechte dort und fuenf weitere auf Magnetic Island zur Erkundung und zum Abschliessen unserer Tauchlizenz zu verbringen. Momentan ist es Abend und wir haben den Tag X, den Beginn unseres Tauchkurses direkt vor Augen...logischerweise Morgen. Achja, auf dem Weg hierher haben wir noch ab und an hier und da angehalten und uns ein paar kleinere Sehenwuerdigkeiten reingezogen, welche ihr auf den Fotos zu sehen bekommt.

Nun, nach zwei Tagen auf Magnetic Island haben wir natuerlich viele viele Eindruecke fuer euch auf Fotos und auf Video eingefangen. Eine direkte Sehenswuerdigkeit, welche man UNBEDINGT gesehen haben muss, gibt es hier nicht, aber man kann sagen........ es ist ueberall einfach sehr beeindruckend.
Was wir in der Zwischenzeit auf der Insel so getrieben haben seht ihr auf den Videos und auf den Bildern (bitte die Reihenfolge beachten! Erst Videos, dann Fotos!).

Nebenbei ist noch zu erwaehnen, dass der anfaengliche Kommentar mit dem 'Fall' aus einem Flugzeug auch so verstanden werden darf. Ja, der Toni und ich haben uns gewagt einen Fallschirmsprung aus vier Kilometern Hoehe durchzufuehren und wir sind einfach nur hin und weg gewesen. Ich kann jedem der noch etwas jung und knackig ist *hust* nur empfehlen die Welt einmal aus dieser Perspektive zu betrachten. Wer Hoehenangst hat, der kanns ja noch mit Tauchen versuchen :).

Zu guter letzt ist noch zu sagen, wir haben uns an dem Tag in Townsville nicht nur mit einem sportlichen Kinobesuch zufrieden gegeben, nein, wir haben uns WIRKLICH sportlich betaetigt und ca 1,5-2 Stunden Tennis gespielt. Wir sind jetzt zwar keine Profis geworden, aber wir hatten eine Menge Spass dabei.

Wuenschen euch viel Vergnuegen beim anschauen der Videos und Fotos.


Was hat denn der Mirko da???


Einfach nur....Cool!


I'm on the highway to hell!!



Nach den bewegten Bildern, nun hier die Unbewegten.

Viele liebe Gruesse von Toni und Mirko.

Freitag, 9. Januar 2009

Montag ist es soweit

Am Montag werden Mirko, Kara (22, Schottland), Becky (26, England) und ich die Ostkueste in Angriff nehmen. Dafuer haben wir ueber Becky's Namen einen Holden Commodore Kombi gemietet. Es wird dann von hier aus nach Cairns gehen, um dort die noetigen Sachen zu kaufen (Schlafsaecke, Camping-Kocher, Zelt, und wat nicht alles...). Aber einen wirklichen Plan wo wir wann genau sein werden, haben wir nicht. Laesst sich auch alles schlecht planen, denn es kann ja sein, dass es einem irgendwo gut gefaellt und man laenger bleibt. Wie dem auch sei, wir versuchen euch bestens auf dem Laufenden zu halten.

Nun, ich bin schon ein paar Tage hier in Port Douglas und muss sagen: schoener Ort. Es regnet vielleicht etwas oft, aber der Ort an sich ist richtig schoen und gemuetlich. Ebenso das Hostel. Mit Mirko zusammen habe ich auch gleich mal fuer freie Unterkunft gearbeitet und schon gestern die noetigen Stunden fuer eine Woche Unterkunft zusammen bekommen. Das Geld welches dadurch gespart wurde, wurde aber auch gleich wieder in was anderes gesteckt: wie angekuendigt waren wir das Great Barrier Reef naeher begutachen. Auf einem Schiff ging es anderthalb Stunden vom Festland weg, raus auf den Pazifik, direkt zu dem Korallenriff, welches man sogar vom Weltraum aus sehen kann... angeblich. Auf dem Schiff wurden wir gefragt ob wir schnorcheln oder tauchen wollen. TAUCHEN! Eine Einfuehrungseinheit spaeter war es dann soweit. Theoretisch geschult und mit einer Sauerstoffflasche auf dem Ruecken, einer Tauchermaske im Gesicht, einem Regulator im Mund und Gewichten um die Taille war ich der erste der ins Wasser platschte. Kopf unter Wasser und atmen. Das begriff mein Koerper ja mal gar nicht. Geistig war ich voll da und wusste, dass ich nichts zu befuerchten hatte, aber mein Koerper wehrte sich mit allem was er hatte. Hyperventilierend hing ich im Wasser und bat die gute Frau, die unser Instruktor war, um ein wenig Geduld. In der Zwischenzeit begab sich Mirko ins Wasser und schien nicht den Hauch von Problemen zu haben. Die Uebungen die man absolvieren muss um den Tauchgang mitzumachen (Mundstueck (Regulator) raus und wieder rein, Regulator fallen lassen und wieder finden, Tauchermaske mit Wasserfuellen und unterwassen wieder entleeren) gingen ratz fatz, was fuer mich hiess, dass ich jetzt dran sein wuerde. Mit einer gehoerigen Portion Unsicherheit schaffte aber auch ich diese Uebungen und nach insgesamt vier, fuenf Minuten unter Wasser war auch ich endlich soweit die sagenhafte Unterwasserwelt zu geniessen. Fische wo man auch hinschaut, Korallen ueberall. Traumhaft. Alles so schoen bunt und malerisch. Insgesamt haben wir drei Tauchgaenge gemacht und waren bis zu 12 m unter Wasser. Beim dritten Tauchgang haben sogar alle einen Hai gesehen... bis auf mich. Ich hab sonst wohin geschaut. Aber da ich davon ausgehe, dass dies nicht unser letztes Tauchabenteuer war, bin ich zuversichtlich vielleicht doch nochmal einen Hai zu sehen... in echt.
Zwischendurch gab es auf dem Schiff richtg, richtig, RICHTIG lecker Mittag. Alles was das Herz begehrt. Ansonsten gab es Muffins, Kekse, Kaffee und Tee. Als der man hinter der Theke die restlichen Muffins wegschmeissen wollte (immerhin ein ganzes Tablett), fragte Mirko, ob er nicht ein paar haben duerfte. Er durfte und ging mit einer ganzen Tuete voll Muffins von Bord.

Fotos haben wir keine gemacht, weil erstens die Bilder eh nicht den Eindruck rueber gebracht haetten, den wir hatten und zweitens wir in den nassen Tauchanzuegen keine Chance mehr hatten zu unseren Digitalkameras im Trockenbereich zu kommen. Naja, ich denke, auf den naechsten Tauchtouren wird sicher einmal das eine oder andere Foto gemacht werden.

Ich hoffe ihr hattet Spass beim lesen und lasst es euch bei -20 Grad Celsius in der Nacht gutgehen.

Ahoi und alles Gute. Bis bald.
Euer Toni

Montag, 5. Januar 2009

Neuigkeiten!

So erst einmal ein frohes neues Jahr nachtraeglich an alle die noch keine Neujahrsgruesse von uns erhalten haben.

Und dann geht es auch schon weiter mit den Neuigkeiten. Ab Morgen (fuer mich bereits ab heute) werden Toni und ich wieder die selben Wege einschlagen. Genau gesagt bedeutet das, dass Toni mich Morgen besuchen kommt, hier in Port Douglas. Aufgrund dessen, dass Heute mein letzter Arbeitstag war, werden wir hier eine Woche voller Erlebnisse und Erholung hinter uns bringen bevor wir uns auf eine lange Reise an der Ostkueste Australiens runterwaerts begeben werden. Um euch eine genauere Vorstellung zu geben, werde ich euch mal unsere momentanen Plaene schildern. Diese koennen zwar in den naechsten Tage noch leicht variieren, aber im grossen und ganzen sind sie schon fix.
Wir werden am 12. Januar Port Douglas verlassen...und zwar mit einem Auto. Ob wir dieses kaufen oder doch nur ausleihen ist noch nicht 100% sicher. Aber warscheinlich wird es auf mieten hinauslaufen. Achja, um es noch zu erwaehnen, wir sind nicht alleine. 2 Maedchen werden uns begleiten, womit wir im Endeffekt 4 Leute sind, die die Ostkueste runterfahren werden.
So...wo wir wann sein werden bzw. sein wollen werden wir noch die naechsten Tage herrausfinden aber wir werden versuchen alles wichtige mitzunehmen.
Am Dienstag werden wir auf jedenfall ersteinmal das Great Barrier Rief inspizieren. Wir werden Schnorcheln und Tachen gehen...mal schauen wie das so wird, aber nach Aussagen von jedem Anwesenden hier ist es einfach nur phaenomenal.

So, das sind ersteinmal die neusten News aus Australien. Es koennte passieren, dass es in den naechsten Tagen aufgrund unserer uebermaessigen Freizeit ein paar mehr gibt :D

Viele liebe Gruesse aus Port Douglas
Euer (Ex-)Portier der Herzen, Mirko